New York – eine Schönheit mit unzählig vielen Facetten (Teil 2)

19.05.2017

Tipps New York City

Sehenswertes - downtown


Für uns der idealste Einstieg in die Stadt: zu Fuß von Brooklyn (sprich Brucklin) über die Brooklyn Bridge nach Manhattan. Aus dem Vorortmilieu – mit Reihenhäusern, teils aus Backstein und den typischen „stoops“, Treppen mit Eisengeländer, die in den ersten Stock führen – per pedes auf die neue Welt der Wolkenkratzer mit gigantischen Straßenschluchten zu. Diese phänomenalen Eindrücke auf sich wirken lassen, das war’s!

Neben dem phantastischen Ausblick ist die Brücke selbst sehenswert. Sie ist eine Holzkonstruktion aus dem 19. Jh., die nur von Fußgängern und (militanten) Radfahrern genutzt werden kann. Achtung: Wer im Weg steht, um Fotos zu machen, wird brutal überrollt! Wer jetzt nicht in Brooklyn wohnt, der kann auch mit der Subway zur Haltestelle „HIGH-STREET“ fahren, die direkt am Brückeneingang auf der Brooklyner Seite liegt.


In Manhattan angekommen, ist man dann schon ziemlich „down“ in „town“, d. h. im unteren Bereich der Halbinsel, die von Hudson und East River umrahmt wird. Und es ist klug, sich von down- über mid- zur uptown hochzuarbeiten, um ganz Manhattan zu erfassen.


TRIBECA


Folgt man jetzt der Richtung, aus der man gekommen ist, und geht einfach geradeaus, dann kommt man durch den City Hall Park direkt nach TRIBECA, einem angesagten In-Viertel, das ehemals Lager- und Industriebereich war und nun viele Restaurants und Bars und ein großes Filmfestival hervorgebracht hat. Wer Glück hat, trifft Robert de Niro, der ein Hotel (Greenwich Hotel) und ein Restaurant dort betreibt.

Im Süden grenzt Ground Zero an TRIBECA an, die Narbe inmitten der Stadt, die einen innehalten lässt und einem vor Augen führt, wie verwundbar alles ist.


Bleibt an den Becken des Memorials stehen und seht dem Wasser zu, das abfließt in eine Öffnung, die man von keiner Stelle einsehen kann. Das Leben ist ein Fluss und niemand weiß, wohin er führt.


Das WTC(World Trade Center)-Museum ist absolut sehenswert. Sehr sensibel haben sich die Erschaffer dieser unfassbaren Katastrophe angenommen und ein Museum in den Boden gebaut. Ja, richtig, die wichtigsten Räume liegen viele Meter unter der Erde, man erschließt sich die Tragödie quasi von oben nach unten. Mit einem Smartphone kann man sich die WTC-Museums-App herunterladen und in seiner Sprache über Bilder die gesamte Führung anhören: Kostet nichts und funktioniert.


Besonders beeindruckend sind dort die Geschichten der kleinen Wunder am Rande, die Aussagen von Augenzeugen und Angehörigen und der Mitschnitt einer Pilotenaussage, der gerade über die Lower und Upper Bay flog und die Rauchschwaden der Katastrophe von oben in den Himmel steigen sah. Er wusste gleich, dass etwas Schreckliches

passiert sein musste, sah aber auch, dass New York in seiner Schönheit

weiterbestehen würde.


Autorin: Anke von Skerst

NEW York – eine Schönheit mit unzählig vielen Facetten (Teil 1)


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