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Führungs-ABC

Wie geht man mit „Schlechtleistern“ / "Underperformern" um?

Underperformer

Diese Frage kann man nicht einfach beantworten, dabei kommt es nämlich auf mehrere Faktoren an:

  1. Kann der Mitarbeiter nicht besser, weil er intellektuell begrenzt ist oder schlecht eingearbeitet wurde?
  2. Will er aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr geben?

Hier hilft die Anwendung der Skill-Will Matrix von Paul Hersey und Ken Blanchard, die sie schon vor einige Jahrzehnten als Werkzeug für situatives Führen entwickelt haben. Auf dieser Matrix gibt es 4 Quadranten, die Mitarbeiter nach ihrer Leistungsfähigkeit, bzw. –bereitschaft einteilen.

Kann der Mitarbeiter nicht, so sollte der erste Versuch sein, ihn weiter auszubilden. Kann und will er nicht, dann sollte man ihn so schnell wie möglich loswerden.

Ist die Aufnahmefähigkeit des Angestellten begrenzt, so muss sich die Führungskraft fragen, ob sie diesen Mitarbeiter überhaupt halten oder adäquate Aufgaben für ihn finden kann. Will der Mitarbeiter nicht, obwohl er könnte, sollten zunächst Gespräche mit klarer Zieldefinition geführt werden, um die Blockaden zu identifizieren. Wenn der Mitarbeiter jetzt nicht einsteigen will, indem er verhandelt, argumentiert oder andere Lösungswege vorstellt, dann muss sich der Teamleader auch von einem Leistungsträger verabschieden.

Die Skill-Will Matrix ist allerdings nur eine Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in eine Form zu gießen. Manchmal blockieren auch einzelne Kollegen die Leistung eines anderen, einfach, weil das System keinen Platz für zwei High- Perfomer lässt.

So erlebt bei einer Versicherung in der Mitte Deutschlands. Ein gerade ausgelernter Azubi zeigte leidlich gute Leistungen in einer Abteilung, die geprägt war von einem Kollegen, der die Fäden in der Hand hielt. Seine längere Erkrankung sorgte dafür, dass die Abteilung sich neu finden musste, und der Azubi sich zeigen konnte. Und wie der das tat. So wurde nur durch eine Veränderung des Systems aus einem Low- ein High- Performer – manchmal hilft wohl auch schon das Mischen der Spielfiguren.

Autorin: Anke von Skerst
Management-Trainerin für Kommunikation und Führung

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